Alexandra Dechant

Stressmanagement. Praktische Tipps für stressige Situationen

Achtsamkeit

Kennst Du das auch? Der Wecker klingelt, Du öffnest die Augen, um erstmal anzukommen und zu überlegen, was heute alles zu tun ist. Und dann kommt der Schreck: "Ach herrje, heute ist ja der Tag mit den vielen Terminen. Es ist soviel zu tun und es ist kaum Luft dazwischen für mich." Da möchte man am liebsten im Bett liegen bleiben, die Bettdecke über den Kopf ziehen und gemütlich weiterschlafen.


Solche stressige Situationen kennt jeder von uns. Wir alle haben Tage und Wochen im Jahr, in denen es "schneller" zugeht. Und deshalb möchte ich Euch heute ein paar praktische Tipps und Anregungen geben, wie ihr auch an solchen Tagen mit smartem Stressmanagement bei Euch bleiben könnt und trotzdem mit einem Lächeln in den Tag startet:-)

Tipps zum Stressmanagement

1. Schlaf

Schlaf nimmt einen wichtigen Teil unseres Lebens ein. Körper und Geist brauchen den Schlaf zur lebensnotwendigen Regeneration und Entspannung. Ohne Schlaf kein Leben. Ja, es genügt bereits, zu wenig zu schlafen, um deutlich weniger vom Leben zu haben.

Nur nachts, wenn es dunkel ist, wird das Hormon Melatonin ausgeschüttet. Wird jedoch ein Teil der Nacht vor dem Fernseher, vor dem Computer oder bei anderweitiger Beleuchtung verbracht, dann wird entsprechend weniger Melatonin gebildet, was sich negativ auf die geistigen Fähigkeiten auswirken und zu Konzentrationsstörungen und Gedächtnisproblemen führen kann.


Schlafmangel schwächt außerdem das Immunsystem und erhöht die Infektanfälligkeit. Schlafmangel kann sogar zu Übergewicht beitragen, weil nachts appetithemmende Hormone ausgeschüttet werden. Schläft man nicht, dann wird man wieder hungrig. Zu guter Letzt führt zu wenig Schlaf auch zu Übermüdung, Leistungseinbrüchen, erhöhter Unfallgefahr und zu einer geringeren Stressresistenz.

Was kannst du also tun, um Schlafstörungen zu meiden und einen guten und gesunden Schlaf zu haben?

  • Schlafräume sollten immer gut belüftet, ruhig und dunkel sein
  • Damit der Körper wieder einen gesunden Rhythmus finden kann, empfiehlt es sich, täglich    zur selben Zeit schlafen zu gehen
  • Abends entspannt ein Bad mit beruhigenden Kräuterzusätzen (Lavendelöl, Melissenöl)    genießen
  • Mit kalten Füßen schläft niemand gut ein. Daher immer auf warme Füße achten
  • Magnesiummangel kann zu Nervosität führen. Prüfe deshalb Deine Magnesiumversorgung
  • Spät abends bitte nichts mehr essen. Wenn sich das nicht vermeiden lässt, dann nur     leichte Kost
  • Trinke gern einen Kräutertee vorm Einschlafen: Lavendel, Kamille, Orange, Baldrian

2. Die richtige Atmung

Das Leben beginnt mit dem ersten Atemzug und endet mit dem letzten. Lerne wieder die Atmung bewusst wahrzunehmen und zu steuern. Du wirst bald merken, wie sich sofort Angst und Stress legen. Außerdem werden enorme Energien freigesetzt, die die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren und ihm dabei helfen, wieder in sein Gleichgewicht zu finden.

Die meisten Menschen atmen nicht bis in den Bauch. Bei ihnen bewegt sich nur der Brustkorb, der Bauch bleibt flach. Die Bauchatmung ist aber sehr wichtig, um sich erholen zu können. Atme langsam über die Nase ein. Der Atem fließt langsam in den Bauch, so dass sich dieser vorwölbt. Dann fließt der Atem auch in die Brust. Das Zwerchfell wird nach unten gedrückt, wobei es die Verdauungsorgane massiert und die Verdauung fördert. Anschließend wird ganz locker durch die Nase oder den Mund ausgeatmet. Übe die Bauchatmung bewusst und ganz entspannt ein- bis dreimal täglich. Bald wirst Du automatisch auf diese Weise atmen und eine deutlich höhere Stressresistenz entwickeln.

3. Körperliche Bewegung

Bewegung ist neben einer gesunden Ernährung, reinem Wasser und ausreichend Sonnenlicht zur Vitamin-D-Bildung wohl der wichtigste Punkt, um gesund zu bleiben oder es zu werden. Denn Bewegung ermöglicht überhaupt erst die ordnungsgemäße Funktion des menschlichen Organismus. Wer also rastet, der rostet tatsächlich!

Sport.....

  • sorgt für eine kräftige Muskulatur und damit eine Verbesserung der Rückenbeschwerden
  • fördert die Verdauung
  • baut Übergewicht ab
  • ist ein Stresskiller
  • sorgt für gute Laune und kann Depressionen heilen

Finde eine Sportart, die Dir Spaß macht und die Du gerne tust. Wichtig ist die Regelmäßigkeit!

4. Entspannung und Glück

Entspannung ist die Phase des Auftankens, der Regeneration und der Kraftschöpfung. Entspannung gibt uns die Gelegenheit, über Gewesenes nachzudenken und Visionen für das weitere Leben zu schaffen. Methoden, um echte Entspannung zu üben und zu praktizieren, gibt es sehr viele.


Meditationen, Yoga, Autogenes Training, Thai Chi. Was ich Euch sehr empfehlen kann ist EFT (Emotional Freedom Techniques). Ich habe es bei @lauramalinaseiler kennengelernt und nutze diese Technik öfters bei Ängsten. Hier klopft man mit den Fingern bestimmte Akupunkturpunkte des Körpers in einer bestimmten Reihenfolge. Dabei wird Angst oder Stress transformiert in Liebe und Du wirst es merken, das Gefühl ist leichter und Du bist viel entspannter.

Was ich Dir ebenso empfehle, setz Dir einen Glücksanker. Während meiner Ausbildung zur Gesundheitsberaterin hab ich dies gelernt. Was ist ein Glücksanker? Mit einem Glücksanker kann man schöne und glückliche Gefühle speichern und sie jederzeit wieder abrufen.


Wie funktioniert das? Wie schafft man sich einen Anker für schöne und glückliche Gefühle?

Mach es Dir gemütlich und schließe Deine Augen. Denke nun intensiv an einen Augenblick, in dem Du glücklich warst. Denke an alles rund um dieses Erlebnis, an das, was Du sahst, was Du tätest, was Du gerochen hast, was Du hörtest, was Du sagtest.... Gehe tief in den damaligen Augenblick hinein und erlebe ihn noch einmal. Sobald Du spürst, wie ein Glücksgefühl Dich durchströmt, kneif Dich leicht ins Ohrläppchen. Wiederhole dies einige Male hinter einander und tue dies zwei- bis dreimal täglich. Schon nach wenigen Tagen wirst Du feststellen, dass Du - um glücklich zu sein- nicht mehr an einen glücklichen Augenblick denken musst. Es genügt bereits, wenn Du Dich leicht ins Ohrläppchen kneifst und das schöne Gefühl fließt durch Dich hindurch und badet jede Deiner Zellen in Glück. Du hast einen Glücksanker geschaffen!

Es kann vorkommen, dass Dir kein Glücksmoment einfällt, mit dem Du Dir einen Anker setzen kannst. Glück kommt nicht von außen. Es lohnt sich daher nicht, auf das Glück zu warten. Glück kommt aus unserem eigenen Inneren heraus. Wir sind also unseres Glückes eigener Schmied.


Wie macht man sich nun am besten glücklich?

Der erste Schritt ist die Erkenntnis, dass man selbst für sein Glück verantwortlich ist - und sonst niemand.

Der zweite Schritt ist die Änderung der Sichtweise. Sei dankbar für das, was Du hast! Wir haben in jedem Augenblick die Wahl! Die Wahl zwischen Lachen und Weinen, zwischen Liebe und Hass, zwischen Glaube und Hoffnungslosigkeit. Wähle richtig!

Der dritte Schritt besteht darin, in jeder Situation positive Aspekte zu finden und Chancen zu erkennen. Für alles gibt es eine Lösung. Nutze jeden Tag als neue Chance!

Der vierte Schritt ist, aufrecht und lächeln durchs Leben zu gehen.

Der fünfte Schritt besteht darin, sich Ziele zu stecken. Ziele motivieren und geben jedem Tag einen Sinn.

Der sechste Schritt ist, zu erkennen, dass jeder Augenblick der Freude, des Mitgefühls und der Liebe, den wir anderen Menschen schenken, zu uns zurückkehrt.

Versuche nun die Tipps und Anregungen, die Dir zusagen, umzusetzen. Du wirst sehen, das Leben wird soviel leichter, schöner und einfach glücklicher:-)


Vergiss nie, das größte Geschenk, das wir haben, ist unser Leben. Also machen wir was draus.

Fühl Dich umarmt und bleib in Balance. Alles Liebe

Deine Alex

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